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Leistungen / Bandverletzungen
 

Das Sprunggelenk als Verbindung zwischen Unterschenkel und Fuß weist eine sehr komplexe Mechanik auf. Wesentlichstes Führungselement für die Bewegung sind die äußeren Seitenbänder, die von der Wadenbeinspitze (äußerer Knöchel) zum Sprung- und Fersenbein ziehen. In beinbetonten Sportarten (Laufsport, Ballsport, etc.) können sowohl wiederholte Verletzungen durch Gegnerkontakt (Fußball) aber auch die langjährige Belastung im Rahmen der normalen sportlichen Aktivität zu Schäden am Knorpel führen. Diese Knorpeldefekte können sich in Form von Schmerzen am inneren oder äußeren Fußrand bemerkbar machen und bleiben oft lange unentdeckt. Eine gezielte klinische Untersuchung sowie die Durchführung einer MRT können die Diagnostik erleichtern.  Im Falle höhergradiger Knorpelschäden kann mit Hilfe der Arthroskopie („Knopflochchirurgie“) eine Knorpelglättung oder andere chirurgische Maßnahmen zur Regeneration des Knorpels durchgeführt werden. Allerdings ist hier mit längerer entlastender Nachbehandlung (Gehen auf Abstützkrücken) und einer begleitenden Physiotherapie zu rechnen.

 Die häufigste aktive Verletzung des oberen Sprunggelenks ist das so genannte Supinationstrauma („überknöcheln“). Dabei kommt es meist zu einer akuten Schwellung in diesem Bereich, wenn die oben angesprochenen äußeren Seitenbänder ein- oder abreißen. Je nach Ausmaß der daraus entstehenden Instabilität des Gelenkes kann entweder durch Tragen einer Schiene für 4-6 Wochen oder im Extremfall durch chirurgisches Nähen der Bänder die ursprüngliche Funktion wieder hergestellt werden.